Die Geislinger Steige

Als Bahnfan und Gelegenheits-Trainspotter muss man natürlich einmal an der berühmten Geislinger Steige gewesen sein.

Schöner Aussichtspunkt auf die Strecke

Die Geislinger Steige ist ein seit der Römerzeit  existierender alter Handelsweg auf die Schwäbische Alb und verbindet Geislingen an der Steige mit Amstetten. Heute führen zwei Hauptverkehrsadern durch das Filstal, die Bundesstraße 10 sowie ein Teil der Eisenbahnhauptstrecke zwischen München bzw. Ulm und  Stuttgart.

Die Schnellfahrstrecke Wendlingen–Ulm ersetzt nach Fertigstellung und Inbetriebnahme zum Fahrplanwechsel im Dezember 2022 den Schnellverkehr auf der Geislinger Steige. Die neue Hochgeschwindigkeitsstrecke für Geschwindigkeiten bis 250 km/h überwindet den Höhenunterschied bei Geislingen in zwei jeweils 8 km langen Tunneln.

Die Eisenbahnrampe ist 5,6 km lang und überwindet dabei den Höhenunterschied von 112 Metern mit einer durchschnittlichen Neigung von 22,5 ‰. Da die  Kurvenradien zwischen teils bis unter 300m liegen, ist dieser Abschnitt somit nach den Standards für Gebirgsbahnen trassiert.

Unsere Wanderung beginnt am Bahnhof Amstetten und führt zunächst am rechten Berghang in weiten Schleifen annähernd auf gleicher Höhe in Richtung Geislingen. Unterwegs passieren wir den Ödenturm  (zum Schutz der Festung Helfenstein angelegt) und eben diese Festung, von der allerdings nur eine Ruine übrig geblieben ist. Immer wieder ergeben sich von verschiedenen Aussichtspunkten tolle Blicke ins Filstal mit Bahnlinie und der Stadt Geislingen. Kurz nach der Ruine Helfenstein geht es steil bergab  nach Geislingen.

Aussicht von der Schildwacht

Nach Besichtigung des Bahnhofs und einem kleinen Rundgang durch die schöne Altstadt steht der Aufstieg auf die Schildwacht auf dem Programm. Dort steht ein sog. Ostlandkreuz, das an die Leiden erinnern soll, welche die einst in Böhmen und Mähren lebende deutsche Bevölkerung bei ihrer Vertreibung nach 1945 erlitten hat. Von hier hat man einen tollen Blick auf den Bahnhof Geislingen und kann wunderbar den Bahnbetrieb verfolgen. Nach einer Schaurast geht es auf die letzte Etappe zurück zum Ausgangspunkt Amstetten, zwischendurch immer wieder mit Ausblick auf die Geislinger Steige. Unser GPS-Gerät zeigte gesamt knapp 21 Kilometer Wegstrecke und einen Gesamthöhenunterschied von ca. 400 Metern. Aufgrund der Länge würden wir die Tour als durchaus anspruchsvoll einstufen, man sollte mind. 5 bis 6 Stunden einplanen (ohne lange Schaupausen).

Karte mit Wanderroute und Wegpunkten:

Gesamtstrecke: 20727 m
Maximale Höhe: 683 m
Minimale Höhe: 464 m
Gesamtanstieg: 659 m
Download file: 20080526_geislinger_steige.gpx

Weitere Informationen:


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